Airbnb setzt Berliner Hotels unter Druck.

Was waren das für Hotelbetreiber noch Zeiten! Der Gast hat sein Zimmer im Reisebüro oder telefonisch gebucht. Keine Vergleichsportale die Preise durch ihre Transparenz gedrückt haben. Keine unliebsamen Online-Bewertungen von unzufriedenen Gästen.

Das gilt natürlich nicht nur für Berliner Hotels

Neben all dem Druck der durch booking.com und all die anderen Buchungs– und Vergleichs– Portale entstanden ist, hat sich in den vergangenen Jahren eine neue Konkurrenz etabliert. Airbnb.

Auf Airbnb kann jede Privatperson, die ein Zimmer in ihrer Wohnung freihat, zum Hoteldirektor werden. Um die seit Jahren steigenden Mieten in der Hauptstadt bezahlen zu können nutzen viele Berliner den Service von Airbnb. So kann das Gehalt bequem aufgebessert werden.

Für die Gäste ist es oft interessanter bei Airbnb zu buchen statt direkt bei einem der vielen Berliner Hotels

Die Vorteile für die Gäste sind vielfältig. Der eine schätzt das private Ambiente, für den anderen zählt der Preis. Mit beidem kann das Portal punkten. Es wirbt ganz gezielt damit und setzt die Berliner Hotels gehörig vor Probleme.

Hotels haben einen viel größeren Kostenapparat als eine einzelne Privatperson. Es ist ein ungleicher Kampf, der hier geführt wird. Darum haben die Berliner Hotels die Politik um Hilfe gebeten.

Es soll nun künftig für Privatpersonen deutlich schwieriger werden ihre Zimmer zu vermieten

Zum einen muss der Eigentümer der Immobilie dieser zusätzlichen Nutzung schriftlich zustimmen. Was viele Eigentümer nicht tun, da diese Zusatznutzung nur zusätzlichen Verschleiß einbringt aber keine Gewinne.

Zum anderen will das Berliner Finanzamt den Mini-Hoteliers künftig verstärkt auf die Finger gucken, damit diese ihre Gewinne aus der Zimmervermietung auch ordentlich versteuern.

Den Berliner Hotels gefällt diese Verschärfung der Regeln. Sie sprechen dabei gerne vom Schutz und Erhalt der Arbeitsplätze. Der Wille des Gastes spielt allerdings bei all diesen Veränderungen keine Rolle. Was nicht nur viele Berliner sehr schade finden, denn in einer Marktwirtschaft sollten sich beide Konzepte frei entfalten können.